Ägypten

Müll und Armut

Kairo hat es wahrlich in sich

Die “Mutter der Welt” – arabisch Umm al-dunya – nennen die Kairoer ihre Stadt. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Metropole vereint eine jahrtausende alte Geschichte und alle vorstellbaren Gegensätze. Nobelhotels, Luxus am romantischen Nil aber auch Verkehrschaos und viel Müll.

Müll – ein echtes Problem

In Ägyptens Hauptstadt gibt es so gut wie keine kommunale Abfuhr – die Entsorgung des Abfalls übernehmen “freiberufliche” Müllsammler in den jeweiligen Stadtteilen, für die sie zuständig sind.
Etwa 100 000 sind es in der ganzen Stadt. Einen Lohn gibt’s für diesen Job nicht – die “Müllmenschen” leben vom Erlös der Stoffe, die recycelt werden. Diese Materialien – Papier, Pappe, Plastik, Metall – machen bis zu 80 Prozent des Abfalls aus.

Rund 8000 Menschen leben im Stadtteil Ezbet el Nakhl im Nordosten Kairos. Sie sind Teil des Müllsystems.

Gepresst in Plastiksäcke, aufgestapelt auf hageren Eseln, Pferden und Kutschen, transportieren sie die für Sie wertvolle Fracht über holprige, enge Gassen. Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel und sorgt für eine stickige, erdrückende Atmosphäre.

Überall Wellblechverschläge in denen die Familien leben und das, was andere übrig lassen, bei teils über 40 Grad im Schatten sortieren. Einige Menschen wohnen in den Ställen Ihrer Tiere. Hühner gackern, dürre Ziegen suchen vergeblich nach Nahrung in der “Garbage Area”.

“Armut, Krankheit und Ignoranz sind die größten Probleme.”

meint die Leiterin des Salam-Centers im Viertel der Müllmenschen. Der Unwissenheit wollen die Ordensschwestern z.B. mit Alphabetisierungskursen oder Nachhilfegruppen entgegenwirken.

Hoffnung in der Perspektivlosigkeit

Ein kleines Paradies finden die Müllmenschen im Salam-Center in Ezbet el Nakhl. Diese Oase errichteten koptische Marienschwestern im Jahr 1976, um die Ärmsten der Armen medizinisch, schulisch und sozial zu betreuen.

Auf mehreren Besuchen konnten wir uns von der aufopferungsvollen wie segensreichen Arbeit der Schwestern und deren Angestellten überzeugen.

 Das (ins deutsche übersetzt) ‘‘Zentrum des Friedens‘‘ bietet eine Auszeit vom Elend und ein Stück Hoffnung in der Perspektivlosigkeit.

So für die achtjährige Marie, die mit Downsyndrom zur Welt gekommen ist. Sie tanzt und lacht, steht an diesem Vormittag im Mittelpunkt in einer Welt, in der Behinderung kaum einen Platz hat.

Oder für die schüchternen Frauen mit Kopftuch, die hier Sticken, Schneidern oder den Beruf der Friseurin lernen, um später ein paar ägyptische Pfund zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen oder sich alleine durchschlagen zu können. Auch in der islamischen Welt gibt es nicht mehr nur die funktionierende arabische Großfamilie.

Salam Center Schule

In die Schule des Salam-Centers gehen derzeit etwa 3000 Kinder – meist Jungen und Mädchen aus dem Viertel der Müllsammler. Die lächelnden Kinder in Schuluniform sitzen dicht gedrängt und diszipliniert an den Tischen und hören der Lehrerin aufmerksam zu – so als ob sie wüssten, dass ohne Bildung das Leben im Müll unverändert weitergehen wird.

Durch eine im Bau befindliche Erweiterung des angeschlossenen Krankenhauses will man den Menschen noch mehr, vor allem bessere medizinische Versorgung zukommen lassen. Die Arbeit um Viertel macht krank. Wer krank ist, kann nicht arbeiten. Wer nicht arbeitet muss hungern.

Projekte des Herzens e.V. ermöglicht die schulische Ausbildung von 100 Kindern und unterstützt den dringend nötigen Ausbau des Krankenhauses.

Helfen Sie jetzt

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Salam Center Schule

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Hilfe für Adel

Sollte nur eines seiner Kinder durch unsere Hilfe zur Schule gehen können, kann sich das Bewusstsein einer kompletten, folgenden Generation verändern.

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Salam Center Krankenhaus

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